Landschaften und Städte der Toskana
Die Vielfältigkeit der Toskana spiegelt sich nicht nur in dem üppigen Angebot an kulinarischen Genüssen wieder, sondern ebenso in der Verschiedenartigkeit der hier vorkommenden Landschaften.
Die Garfagnana z.B., nördlich von Lucca gelegen, bezeichnet das Tal des Flusses Serchio zwischen den Apuanischen Alpen und den toskanisch – emilianischem Apennin.
Diese recht bergige Region bietet nicht nur für Natur- und Sportfreunde (Wandern, Mountain-Biking, Bergsteigen...) gewisse Reize, sondern auch Kunsthistoriker kommen hier ebenso auf ihre Kosten (als Bsp. sei hier des kleine Städtchen Barga genannt).
Der Parco Naturale Demaniale dell´Orchiella, nördlich von Castelnuovo (ca. 60 km bis Lucca) gelegen, ist ein imposantes Naturschutzgebiet mit großem Baumbestand, Gebirgsbächen und Seen. Tierfreunde können hier nicht nur Salamander, Kanninchen und Hirsche beobachten, sondern auch die „Bekanntschaft“ von Wildschweinen, Mufflons, Dachsen und sogar Wölfen machen.
Noch bergiger, teilweise sogar alpin ist das Gebiet der Apenninen mit seinem bekannten Skiort Abetone (siehe Sport/ Ski). Auch im Bereich des Monte Amiata, einem erloschenem Vulkan, der über ein weiteres Skigebiet verfügt, kommen „Bergfreunde“ auf ihre Kosten.
Oft als typisch toskanisch bezeichnet und bei Gästen aus dem Ausland sehr beliebt ist eine Landschaft, die man z.B. zwischen Florenz und Lucca findet. Die „sanften Halbhügel“ mit ihren Pinien, Zypressen und Oliven haben etwas angenehm Beruhigendes, was nicht nur Feriengästen ein besonderes „Erholungsgefühl“ vermittelt.
Das Hügelland des Weinanbaugebietes Chianti stellt eine weitere “Landschaftsvariation” dar. Sein Herz erstreckt sich in einem großen Oval zwischen Florenz und Siena. In dieser Gegend, dem Chianti Classico beschäftigt man sich am häufigsten mit der Produktion von Qualitätsweinen. Das florentinische Chianti ist vor allem vom Weinanbau geprägt, hingegen entdeckt man im sienesischen Teil neben Weinbergen ebenso Hänge, die mit Kastanien, Wacholdersträuchern oder Steineichen bedeckt sind.
Auch die Liebhaber einer flachen Landschaft kommen in der Toskana auf ihre Kosten. Südlich von Pisa verlieren die Hügel der angenehmen „Wellenlandschaft“ deutlich an Höhe und bringen sehr flache Gebiete zum Vorschein.
Auch das als Maremma bezeichnete, südlich von Grosseto gelegene ehemalige sumpfige Gebiet besteht eher aus weich geformten Hügeln kombiniert mit flachen Teilstücken. Sie zählt sicherlich zu den unberührtesten Gegenden der Toskana.
Bekannte Städte, wie die weltberühmte „Kulturstadt“ Florenz, Siena oder die touristisch ebenso bekannten Orte wie San Gimignano, Volterra sowie der „Nobelort“ Forte dei Marmi an der Versilia-Küste sind allzeit gegenwärtig, wenn über die Toskana gesprochen wird. Allerdings gibt es eine Vielzahl anderer, sehr interessanter Städte sowie kleinere Orte, die ebenso sehenswert sind.
Carrara, in der nördlichsten Provinz der Toskana gelegen, die auch erst seit etwa 1850 derselben angehört, unterscheidet sich landschaftlich schon deutlich von der restlichen Toskana. Carrara selbst ist die Stadt der „Marmorarbeiter“, in der der Stein auf unteschiedlichste Weise behandelt und in alle Welt verschifft wird. Im nicht weit entfernten Pietrasanta läßt eine internationale Künstlerklientel vor Ort ihre Skulpturenentwürfe ausführen.
Interessierte können sich in der Nähe der Abbaugebiete konkrete Einblicke in die gesamte „Marmorgeschichte“ verschaffen.
Schauen Sie sich doch einmal in Lucca, Montecatini sowie an den Orten der Küste um! Oder entdecken Sie auf eigene Faust Ihren „Lieblingsplatz“ in der Toskana.








